Rezension | Witch Hunter - Virginia Boecker

Originaltitel: The Witch Hunter | Reihe: Witch Hunter #1 | Übersetzung: Alexandra Ernst 
Verlag: dtv, März 2016 | Ausgabe: Hardcover | Seiten: 400 | Preis: 17,95€ 
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen. (Quelle: dtv)
 
MEINUNG

Von Anfang an hat mich der Titel angesprochen. Bücher, in denen Hexen eine Rolle spielen, lese ich recht selten. Dank Kates Bücherregal hatte ich dann die Gelegenheit, das Buch lesen zu können.

Elizabeth ist eine Protagonistin, bei der man eine Entwicklung beobachten kann: anfangs war sie mir doch eher unsympathisch. Sie wirkte zu sehr von sich überzeugt und dann wiederum bemitleidete sie sich zu viel selbst. Im Lauf der Geschichte legt sie das aber ab und ich habe angefangen sie zu mögen. Man darf keine zu tiefgreifenden Persönlichkeiten erwarten, aber der ein oder andere hält so manche Überraschung bereit und so können Freunde zu Feinden und andersherum werden.

Der Anfang der Geschichte hat mir nicht ganz zugesagt, was an der Erzählweise der Geschichte liegt. Natürlich macht es neugierig und hält die Spannung oben, wenn nicht sofort alles erklärt wird und man die Welt nach und nach kennenlernt. Mir haben aber zu viele Informationen gefehlt, die erst ab der Hälfte erläutert wurden. Ich glaube, es hätte sich zum Beginn leichter lesen lassen, wenn man gewisse Dinge schon gewusst hätte. Mir ist nach wie vor nicht klar, warum das Buch zwischen 1500 und 1600 spielt. Es geht unter anderem um Hexenverbrennung, aber nicht die historische, sondern eine in einer Fantasywelt, deshalb wäre mir eine Jahresangabe eher unwichtig erschienen.

Nach diesen anfänglichen Problemen haben mich die Welt und die Geschichte dann aber gepackt. Die Stimmung, die das Buch rüberbringt hat mich an Harry Potter und Die Chroniken der Unterwelt erinnert, was wahrscheinlich auch am Thema des Buches liegt. Nachdem Elizabeth bei Nicholas Perevil aufgenommen wird, nimmt die Geschichte viele verschiedene Wendungen und wechselt zwischen spannend, lustig und dramatisch. Es war einfach toll über diese kleine Gruppe zu lesen und wie sie sich entwickelt und sich einer nicht kleinen Herausforderung zu stellen hat. Der Klappentext verrät nicht zu viel, es passiert sehr viel im Buch, das ich nicht erwartet hätte und die Richtung, die es einschlägt hat mir sehr gut gefallen. Auch das Ende hat definitiv Lust auf einen Folgeband gemacht. Und da man nun die Welt und die Personen kennt, kann ich mir gut vorstellen, dass ein Folgeband mir sogar noch besser gefallen könnte als dieses Buch.

DIE AUTORIN

Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für "Witch Hunter", ihren ersten Roman, bildet. (Quelle: dtv)

Kommentare:

  1. Huhu Liebes,
    ach ich bin immer noch so unentschlossen, ob ich das Buch auf meiner Wunschliste haben will. Einerseits mag ich Geschichten mit Hexen ja echt gerne, aber genauso oft bin ich dann von ihnen enttäuscht. Ich glaub, ich warte mal ab, bis Teil 2 rauskommt.... Mal schauen, wie da die Meinungen sind.

    Alles Liebe, Nelly

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    1. Ich hoffe, Band 2 wird noch besser. Grade der Anfang hier war ja etwas komisch... Aber der Rest dafür nach meinem Geschmack :D

      Liebe Grüße :)

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  2. Hayy,

    ich muss ehrlich gestehen, dass ich dieses Buch nicht wirklich mag, da die Protagonistin mir unsymphatisch ist. Wie du schon gesagt hast, ist sie zuerst richtig von sich überzeugt, dann aber bemitleidet sie sich auch die ganze Zeit, was sich ja irgendwie widerspricht. Generell ist mir Elizabeth zu perfekt, da sie anscheinend alles kann. Vom Kämpfen über strategisches Denken bis hin zum Schauspielern.
    Zudem stört mich John etwas, da er einfach zu lieb und hilfsbereit ist. An manchen Stellen würde jeder normale Mensch ausrasten und der bleibt einfach weiterhin freundlich. (Zum Beispiel nach dieser Party und Skylar)
    Ansonsten stimme ich deiner Meinung zu.

    LG das Mädchen,welches grade die Anonym-Funktion entdeckt hat :D

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