Rezension | Und er steht doch auf dich - Rachel Harris

Originaltitel: The Fine Art of Pretending | Reihe: - | Übersetzung: Eva Müller-Hierteis
Verlag: cbt, Januar 2016 | Ausgabe: Taschenbuch | Seiten: 400 | Preis: 9,99€
Aly will endlich weg von ihrem Kumpel-Image. Ihr Ziel: Justin Carter erobern, den heißesten Typen der Schule, und mit ihm zum Homecoming Ball gehen. Also wird die Operation Sex-Appeal gestartet. Dazu gehört auch die gefakte Beziehung mit Brandon, Alys bestem Freund. Und tatsächlich beginnt Justin sich für Aly zu interessieren. Nach der »Trennung« von Brandon kommen Aly und Justin auch wirklich zusammen. Aber ist es wirklich Justin, den Aly will? Denn eigentlich haben sich Aly und Brandon längst unsterblich ineinander verliebt. Doch zuzugeben, dass sie mehr füreinander sind als nur Freunde, ist gar nicht so leicht … (Quelle: cbt Verlag)

MEINUNG

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich mir sicher: Das ist ein Buch für mich! Und das war es auch. Geschrieben ist es abwechselnd aus der Sicht von Aly und Brandon und grade bei Jugendbüchern mag ich das eigentlich ganz gerne. Aly und Brandon sind Protagonisten, in die man sich gut reinfühlen konnte. Sie ist das typische verunsicherte Mädchen, das gerne cooler wäre und er ihr bester Freund und der coolste Typ der Schule. Als Aly also ihre große Typveränderung vornimmt, passt es ihr sehr gut in den Kram, dass Brandon ihren Freund spielt. Zusätzlich trifft man auf noch viele andere Freunde der beiden, die eher flach geblieben sind und jeder ist mir davon auch nicht im Gedächtnis geblieben.

An sich fand ich den Verlauf der Geschichte wirklich niedlich und sogar glaubhaft. Die vorgespielte Beziehung stößt gelegentlich auf Hindernisse, in Form von anderen Personen und dann auch noch diesen fiesen Gefühlen, die sich einschleichen. Manchmal wurde es mir aber zu oberflächlich. Brandon bemerkt zum Beispiel erst wie hübsch und besonders Aly ist, als sie in ihren neuen und wesentlich kürzeren Klamotten vor ihm steht. Das versucht die Autorin zwar zwischendurch wieder auszubügeln, aber so richtig geschafft hat sie es nicht. Es soll ja darum gehen, dass Aly sich vom Äußeren ändert, aber ich habe sehr lange gebraucht, um Brandon seine Gefühle abzunehmen. Und dann war es ja schon zu spät für die beiden. Oder vielleicht auch nicht? Da hat die Autorin ganz tief in die Dramakiste gegriffen, und wie! Kennt ihr das, wenn ihr die Protagonisten anschreien wollt, dass sie endlich Klartext reden sollen? Ich glaube, für einen Teeniefilm wäre dieses Buch eine klasse Vorlage und mit all dem Hin und Her und Drama und der Liebe.

Was toll war, war der Humor und wie die Personen miteinander agiert haben. Ich musste nicht selten schmunzeln und grade bei Jüngeren kommt die Geschichte bestimmt gut an. Wenn sich nicht grade ein neues Drama abspielt, lebt das Buch von lustigen, lockeren Dialogen. Im englischen gibt es dieses Jahr einen Nachfolger, in dem es um eine andere Person geht. Man kann dieses Buch aber auch so lesen, denn das Ende ist kitschig-schön abgeschlossen mit noch einer Prise extra Herzchen. Aber das passte zum Rest der Geschichte und musste dann wohl auch einfach sein.

DIE AUTORIN

Bestsellerautorin Rachel Harris schreibt humorvolle Liebesgeschichten, die jeden zum Dahinschmelzen bringen. Große Emotionen und überzeugende Beziehungen bilden die Grundlage für ihre Bücher … und Küsse. Viele Küsse. (Quelle: cbt Verlag)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen