Rezension | Eichenweisen. Das Geheimnis von Connemara #1





Als die achtzehnjährige Alice nach einem Unfall aus dem Koma aufwacht, spricht sie plötzlich eine andere Sprache. Sie hat die Erinnerungen einer anderen Person aus einer anderen Zeit … und an eine verbotene Liebe.
Alice begibt sich in Irland auf die Suche nach Spuren von Ciara, dem Mädchen, das nun ein Teil von ihr ist und droht, ihre Persönlichkeit immer mehr einzunehmen. In Connemara muss sie am eigenen Leibe erleben, dass keltische Mythen mehr als nur Märchen sind und dass das Geheimnis eines alten irischen Volkes auf mysteriöse Weise mit ihrem Schicksal verknüpft ist.
Welche Rolle spielt Dylan, Ciaras große Liebe, der ihren tragischen Tod auf dem Gewissen hat? Er will Alice um jeden Preis beschützen, doch jetzt droht er auch ihr zur Gefahr zu werden. Wird sie seinetwegen ihr Herz und ihr Leben verlieren? Oder wird es Alice gelingen, Ciara Gerechtigkeit zu verschaffen, ohne dabei sich selbst aufzugeben? (Quelle)


Auf Geschichten, die Fantasy, Liebe und Mythen und Sagen beinhalten, bin ich immer sehr gespannt, weil mich solche Geschichten immer wieder begeistern können. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, dieses Buch lesen zu dürfen. 

Dass Alice aufwacht und einfach eine andere Sprache spricht, finde ich eine richtig klasse Idee. Somit fing das Buch gleich spannend an, da man genauso wenig wusste, was passiert ist, wie die Protagonistin selbst. Alice ist eine wirklich sympathische Protagonistin. Bei ihr glaubt man, dass sie 18 Jahre alt ist, sie ist nicht zu kindlich und nicht zu erwachsen. Sie hat zwar auch diese "weibliche Protagonistin erfährt vom männlichen Protagonisten, was los ist"-Ausraster, aber ganz ehrlich: das war schon berechtigt. 

Dass das Buch zum größten Teil in Irland spielt, fand ich auch sehr spannend, da ich noch nie etwas über Irland gelesen habe und immer gespannt auf neue Orte bin - auch in Büchern. Die Autorin hat hier viel Liebe in die Beschreibung gesteckt, man konnte jeden Ort quasi vor sich sehen. Auch die Mythen und Sagen, die mit Irland einhergehen kamen nicht zu kurz. Und das auf eine Art, die nicht wirkte wie Geschichtsunterricht, sondern echt interessant. Fantasy kam in diesem Buch noch nicht viel vor, allerdings ist es ja auch der Auftakt zu einer Trilogie und da kann der Einstieg meinetwegen auch ein bisschen länger sein. Dafür stimmte alles andere. Ich mochte die Protagonisten, die Orte, die Idee hinter der Geschichte und das ganze Drumherum. Die Liebesgeschichte war auch glaubhaft und so schön es dann auch war, wurde hier nicht die Problematik der Geschichte vergessen, denn Alice muss sich immer wieder fragen, wessen Gedanken sie denn nun in ihrem Kopf hat. Da stellt sich die Liebesgeschichte berechtigterweise als kompliziert heraus. Fantasy kommt ja selten ohne irgendwelche Wesen aus. Ich sage jetzt nicht, um welche es sich gehandelt hat, aber ich habe mich einfach so gefreut. Ich mag diese Wesen und bin gespannt, wie die Geschichte damit weitergeht. Denn man stelle sich vor, man wacht auf und spricht plötzlich eine neue Sprache und kann sich an Dinge erinnern, an die man sich eigentlich gar nicht erinnern kann und sollte. Immer wieder kamen zwischendurch kurze Flashbacks, die zeigten, woran sich Alice plötzlich erinnern kann. Und nach und nach setzte sich so die Geschichte zusammen, sodass man diese Aha-Momente hatte. Und dieses Ende! Wer einen richtig fiesen Cliffhanger sucht, ist hier genau richtig. 

Da es sich bei diesem Buch um einen Indie-Roman handelt, muss auch gesagt werden, dass es sich sehr gut lesen lässt. Man merkt, dass die Autorin sich Gedanken gemacht hat  was sie schreibt und wie sie es schreibt. Für Fantasy/Mystery/Jugendbuch-Fans ist dieses Buch also wirklich eine Empfehlung. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt beim Lesen und habe Alice gerne begleitet und bin sehr gespannt, was sie noch erleben wird. Denn diese Geschichte ist alles andere als vorhersehbar. Also merkt euch dieses Buch und die Autorin: Felicity Green kann meiner Meinung nach sehr gut mit den bekannten Jugend-/Fantasyautoren mithalten.

Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen. Der Funke zu 5 Sternen ist noch nicht ganz übergesprungen und so bleibt auch gleichzeitig noch Luft nach oben (auch wenn es nicht viel ist) für Band 2.

4,5 von 5 Sternen


Felicity Green wurde in der Nähe von Hannover geboren und zog nach dem Abitur nach England. In Canterbury studierte sie Literatur und Schauspiel. Später tingelte Felicity mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland, besuchte eine Schauspielschule in L. A. und trat in Indie-Filmen auf.
Nachdem sie ihre eigene One-Woman-Show für das Brighton Festival geschrieben hatte, packte sie die Schreibwut. An der University of Sussex schloss sie einen MA in Kreativem Schreiben ab.
Die Liebe holte sie nach Deutschland zurück. Mit ihrem Mann und Kater Rocks lebt sie an der Schweizer Grenze. Zwei Jahre lang arbeitete Felicity Green bei Kleinverlagen in Zürich, bevor sie sich als freie Lektorin, Übersetzerin und Autorin selbstständig machte.(Quelle)

1 Kommentar:

  1. Das Buch hört sich richtig spannend an! Muss ich auch mal reinlesen :)

    Auf meinem Blog läuft gerade eine Blogvorstellung, wenn du Lust hast kannst du gerne mitmachen :) http://rock-n-enjoy.blogspot.co.at/2015/03/blogvorstellung-und-bloggeburtstag.html

    Liebste Grüße
    Kristin

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