Rezension - Die wundersame Geschichte der Faye Archer von Christoph Marzi


Inhalt
Faye ist eine junge Musikerin, die nebenbei noch in einer Buchhandlung arbeitet. Als sie eines Tages im Lager ist, hört sie, wie sich ihr Chef und gleichzeitig guter Freund mit einem Mann unterhält. Faye ist sofort von seinen Worten gefesselt und als er sein Notizbuch vergisst, schreibt Faye ihn im Internet an und die beiden Freunden sich an, scheinen sich sogar etwas ineinander zu verlieben. Als Alex, so heißt er, angeblich nicht in der Stadt ist, sieht Faye ihn auf seinem Roller. Sie denkt, sie hätte ihn bloß verwechselt, doch am nächsten Tag steht sie wieder vor ihm - und seiner Freundin. Und er scheint sauer auf sie zu sein, nennt sie einen "Niemand" und Faye kann sich nicht erklären, woher dieser plötzliche Sinneswandel kommt.

Meinung
Nach den ersten paar Seiten hatte mich das Buch. Es ist einfach so zuckersüß geschrieben und macht so verdammt glücklich beim Lesen. Faye ist eine Person, die einfach tut, was ihr gefällt, sie hat etwas an sich, das sie sofort sympathisch macht. Es ist keine Geschichte, wo ein rasanter Vorfall nach dem nächsten kommt, es plätschert eher gemächlich vor sich hin. Bis zur Hälfte, als Faye und Alex sich schon kennen und er sich plötzlich merkwürdig benimmt, war ich wirklich begeistert von diesem Buch, wollte es am liebsten mit ins Bett und als Teddy nehmen. Aber danach ging es steil bergab. Es wurde nur noch langweilig und Faye immer unausstehlicher. Die Geschichte hat plötzlich eine Wendung genommen, die nicht mehr zum vorherigen Verlauf gepasst hat. Ganz zu schweigen vom Ende: es hatte für mich den Anschein, als hätte der Autor einfach keine Lust mehr gehabt, weiterzuschreiben und sich für die Vorkommnisse, die "wundersam" sein sollten, keine Erklärung ausdenken wollte. Dadurch wirkte das Ganze am Ende nur noch sondersam. Es hat ein "ist doch egal, warum ***** passiert und ***** (ich will ja nicht spoilern). Wir beenden das einfach so!"-Ende. Und das hat mich wirklich sauer gemacht. Mit 100 Seiten mehr hätte man bestimmt ein vernünftigeres Ende zustande bringen können, das den Leser nicht so verloren zurücklässt. Irgendwie war es nur ein halbes Buch. Oder ich habe das Ende einfach nicht verstanden, allerdings gibt es noch einige andere Rezensionen, in denen das auch steht. Echt schade. Deshalb nur 3 von 5 Punkten.



1 Kommentar:

  1. Hi :)
    Ich veranstalte dieses Jahr meine letzte Lesenacht, es würde mich freuen wenn du teilnehmen würdest :)
    Fantasy-Lesenacht die Vierte - Lesen bis der Weihnachtsmann kommt

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